Ladestation für die Eigentümergescheinschaft: In 6 Schritten zu der idealen Lösung

Viertel mit Mehrfamilienhäusern

Das Wohnungseigentumsmodernisierungsgesetz 2021 (WeMoG) macht es Wohnungseigentümer*innen und WEGs leichter, eine eigene Ladestation in der Tiefgarage oder auf dem Außenparkplatz der Eigentümergemeinschaft installieren zu lassen. In sechs Schritten führt Sie unser Leitfaden zu Ihrer eigenen Ladestation.   

Das Recht auf eine Ladestation innerhalb der Eigentümergemeinschaft

Die Sinnhaftigkeit der Elektromobilität ist in der Gesetzgebung angekommen. So legt beispielsweise das Gebäude-Elektromobilitätsinfrastrukturgesetz (GEIG) fest, dass bei Neubauten die Rahmenbedingungen für eine Ladeinfrastruktur eingeplant werden müssen. Bei bestehenden Immobilien ist jetzt Nachrüsten angesagt.

WeMoG 2021

Das Gesetz spricht Ihnen als Wohnungseigentümer*in das Anrecht auf eine Lademöglichkeit an Ihrem eigenen Parkplatz und auf dem Außenparkplatz zu. Die Wohnungseigentümergemeinschaft (WEG) kann damit die eigene Wallbox oder Ladestation nicht untersagen, aber über die Art der Durchführung der Maßnahme mitentscheiden. Daher benötigen Sie vor der Installation den Beschluss der Eigentümerversammlung.   

Alle Details zum WeMoG finden Sie beim Bundesministerium für Justiz und Verbraucherschutz

Leitfaden für Wohnungseigentümergemeinschaften (WEG): In sechs Schritten zur Ladestation für die Eigentümergemeinschaft

Das WeMoG bildet den rechtlichen Hintergrund, nun zur Praxis. Was müssen Sie als Mitglied einer Eigentümergemeinschaft tun, wenn Sie eine Ladestation in der Tiefgarage oder auf dem Außenparkplatz installieren möchten? Folgen Sie unserem Leitfaden: In sechs Schritten führen wir Sie zur eigenen Ladestation.   

Schritt 1: Wohnungseigentümergemeinschaft informieren; Mitstreiter*innen finden

Das WeMoG entbindet Sie nicht von der Pflicht, die Wohnungseigentümergemeinschaft in das Projekt “Ladestation” einzubeziehen. Schließlich hat die WEG besagtes Mitspracherecht bei der Umsetzung der baulichen Maßnahmen. So gehen Sie vor:  

  • Informieren Sie die anderen Eigentümer*innen telefonisch oder schriftlich per E-Mail oder Brief über Ihr Vorhaben (den offiziellen Antrag stellen Sie erst zu einem späteren Zeitpunkt). Verbündete suchen: Als Antragsteller*in müssen Sie die Kosten tragen. Wenn mehrere Parteien mitziehen, verteilen sich die Installationskosten entsprechend.  
  • Berücksichtigen Sie bereits vor den Bauarbeiten einen möglichen späteren Ausbau mit weiteren Ladepunkte. In unserem Glossar finden Sie einen Beitrag zum Thema Skalierbarkeit.  

Tipp: Eruieren Sie die Kosten, bevor Sie den offiziellen Antrag auf der Eigentümerversammlung stellen. Dafür ist eine Standortbegehung unumgänglich.  

Schritt 2: Standortcheck durchführen 

Die Installation einer Ladesäule oder Wallbox darf nur ein Elektrofachbetrieb durchführen. Also macht es Sinn, diesen mit dem Standortcheck zu betrauen. Dabei werden geprüft:  

Anschlussleistung

Die Anschlussleistung der Immobilie ans Stromnetz muss die zusätzliche Last der ladenden Elektroautos tragen können.  Damit Sie nicht kostenintensiv die Anschlussleistung erhöhen müssen, wählen Sie am besten gleich eine Ladelösung mit integriertem Lastmanagement. Lesen Sie mehr in unserem Glossareintrag zum Thema Lastmanagement.  

Elektroinstallation

Lassen Sie den Elektrofachbetrieb die Elektroinstallation direkt vor Ort prüfen: Bietet der Verteilerkasten ausreichend Platz für den zusätzlichen Stromzähler, Sicherungen und Schutzschalter?  

Alle LADE Produkten sind von Werk aus mit Lastmanagement und FI-B Schalter ausgestattet. Ihr Elektriker muss nur einen entsprechend dimensionierten Abgang zur Verfügung stellen.

Kostentreiber identifizieren

Bitten Sie Ihren Elektrofachbetrieb, auf unnötige Kostentreiber zu achten. Das können veraltete oder nicht ausreichende Elektroinstallationen sein sowie unnötig lange Verlegewege für Leitungen.  

Tipp: Je größer die Immobilie, desto komplexer die Umsetzung. Entscheiden Sie sich für einen Betrieb, der Erfahrung mit der Skalierbarkeit von Ladepunkten und der Konzeption von Lastmanagement hat.  

Schritt 3: Die richtige Ladestation für Wohnungseigentümergemeinschaften finden

Sie haben den Antrag eingereicht und sich mit der Eigentümergemeinschaft über die Installation der Ladeinfrastruktur geeinigt? Vielleicht haben Sie sogar Mitstreiter*innen gefunden? Dann können Sie die passende Ladestation auswählen. Achten Sie dabei auf Folgendes:  

Umfang: Ein oder mehrere Ladepunkte?

Achten Sie bei der Wahl Ihrer Ladelösung auf folgende Ausstattungsmerkmale:   

  • automatisiertes Lademanagement 
  • verschiedene Authentifizierungs- und Abrechnungsmöglichkeiten 
  • integriertes Lastmanagement 
  • die Möglichkeit, weitere Ladepunkte im Verbund anzuschließen  

Hardware, die einiges mitmacht

Für die Nutzung in der Tiefgarage ist für eine Wohnungseigentümergemeinschaft eine Wallbox oft die richtige Entscheidung. Diese wird platzsparend an der Wand angebracht. Im Außenbereich ist eine Ladesäule die bessere Lösung. Achten Sie dabei auf ein stabiles Gehäuse, das Wind und Wetter trotzt.  

Kosten einer passenden Ladestation für die Eigentümergemeinschaft

Machen Sie die Wahl einer Ladelösung nicht alleine von den Anschaffungskosten abhängig. Wichtig sind vor allem das integrierte Energie- und Lastmanagement und die Möglichkeit der automatisierten Abrechnung. Auch guter Service und Ansprechpartner sind wichtig.  

Schritt 4: Offiziellen Antrag auf Eigentümerversammlung stellen 

Das WeMoG sichert Ihren Anspruch auf eine Ladestation. Sie benötigen für die Durchführung der Baumaßnahmen einen Beschluss der Eigentümerversammlung, da Veränderungen am Gemeinschaftseigentum vorgenommen werden. Dabei gilt:  

  • Reichen Sie den Antrag rechtzeitig für die nächste Eigentümerversammlung ein. Achtung: Diese findet in der Regel nur einmal im Jahr statt.  
  • Die Abgabefrist beträgt mindestens drei Wochen.  
  • Die Eigentümerversammlung kann Ihren Antrag nicht ablehnen, sondern nur über die Art der Durchführung der Maßnahme mitentscheiden.  

Wenn Sie sich für LADE-Produkte entscheiden, unterstützen wir Sie beim Erstellen der Beschlussvorlage. 

Schritt 5: Installation

Sie haben das richtige Produkt gefunden? Weiter geht es mit der Installation. Alle wichtigen Informationen finden Sie in unserem Beitrag Installation von Ladesäulen mit wertvollen Tipps leicht gemacht.  

Die Installation von LADE-Produkten ist kostengünstig und einfach – egal, wie viele Ladepunkte Sie planen. Wir arbeiten in ganz Deutschland mit zertifizierten Elektrofachbetrieben zusammen. 

Schritt 6: Inbetriebnahme und Wartung

Betrieb:

Nach der Installation ist die Ladestation betriebsbereit. Mit einer intelligenten Ladelösung sind Monitoring und Fernwartung denkbar einfach. Wie einfach, erfahren Sie in unserem Beitrag Warum brauchen Ladestationen ein Backend.  

Wartung:

Wie häufig Ladesäulen oder Wallboxen gewartet werden müssen, hängt auch vom Standort ab. Beispielsweise sind Wallboxen in Tiefgaragen nicht der Witterung ausgesetzt, Ladesäulen auf offenen Parkplätzen hingegen schon. Entscheiden Sie sich in diesem Fall für ein robustes Produkt.  

Alle 6 Schritte auf einen Blick

Sechs Schritte für die Installation einer Ladestation für die Eigentümergemeinschaft

Fazit 

Eine eigene Ladestation wertet Ihr Wohnungseigentum erheblich auf. Das WeMoG erleichtert die Umsetzung erheblich. Mit der richtigen Vorgehensweise überzeugen Sie die Miteigentümer von einer zukunftsträchtigen Investition.  

Solaranlage und Ladestation

Elektromobilität und Solarstrom aus Photovoltaikanlagen (PV-Anlage) sind eine ideale Kombination. Wenn Sie Ihre Ladestation mit Solarstrom betreiben, sparen Sie eine Menge Geld. Das schont zudem die Umwelt und Sie entlasten die Stromnetze. Und durch den Verkauf von überschüssigem Strom könnten Sie zusätzliche Einnahmen generieren. Erfahren Sie hier, wie Solaranlage und Ladestation zusammenarbeiten und worauf Sie achten müssen.

4 Vorteile von Strom aus der PV-Anlage

Die Vorteile des Ladens von Elektrofahrzeugen mit eigenerzeugtem Solarstrom über eine Ladestation sind vielfältig und überzeugend:

  1. Mit eigenerzeugtem Solarstrom betreiben Sie Ihre Elektroautos maximal umweltschonend.
  2. Mit einer eigenen PV-Anlage werden Sie unabhängiger von Ihrem Stromanbieter und schwankenden Stromtarifen.
  3. Eine Solaranlage steigert den Wert Ihrer Immobilie und macht diese zukunftssicher.
  4. Wenn Sie Elektroautos über die Ladestation mit eigenem Solarstrom laden, sparen Sie Stromkosten. Außerdem können Sie mit Solarstrom auch Geld verdienen. Daher lohnt sich der Kauf einer Photovoltaikanlage in Verbindung mit einer Ladestation für Elektroautos umso mehr.

Preisvergleich: Mit welchem Strom fährt Ihr E-Auto am günstigsten?

So viel vorweg: Solarstrom erhält man ungefähr für ein Drittel der Kosten, die man für Netzstrom aufbringen muss.

Im Detail: Die Gestehungskosten für Solarstrom betrugen 2021 bei Kleinanlagen (unter 30 Wp) im Durchschnitt ca. zwischen 5,81 und 8,14 Cent/kWh im Süden Deutschlands und zwischen 7,96 Cent und 11,01 Cent/kWh im Norden der Republik. Weitere Informationen finden Sie in der kompletten Studie zu Stromgestehungskosten erneuerbarer Energien 2021 des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiegewinnung ISE.

Die Kosten für Netzstrom lagen Anfang August 2022 laut der Website stromauskunft.de bei ungefähr ca. 39 Cent/kWh.
Wenn man nur die Kosten für die Kilowattstunde Strom vergleicht, ist das Laden von Elektroautos mit Solarstrom somit erheblich günstiger als mit Netzstrom.

Kosten und Fördermöglichkeiten von Photovoltaikanlagen

Anschaffungskosten Solaranlagen und Ladestationen

Die Anschaffungskosten von PV-Anlagen schwanken stark und lassen sich in diesem Rahmen nicht eindeutig beziffern. Aber grob kann man sagen, dass eine 10 kWp-Anlage zwischen 600 Euro und 1800 Euro pro kWp kostet, abhängig davon, wieviel Sie in Eigenleistung bringen.

PV-Anlagen werden aktuell nur über die Einspeisevergütung gefördert. Diese liegt bei 0,06 Euro je nach Anlage. Nähere Informationen finden Sie auf der Seite der Bundesnetzagentur.

Auch die Preise für Ladesäulen sind sehr unterschiedlich. Allerdings können Sie sich in unserem Artikel Kosten für Ladesäule und Wallboxen dazu einen guten Überblick verschaffen.

Amortisation

Der Kauf einer Photovoltaikanlage lohnt sich dann, wenn diese die Kosten in absehbarer Zeit wieder einholt. Dabei sind die Anschaffungskosten den jährlichen Einnahmen gegenüberzustellen. Diese setzen sich aus der Addition der Stromkosteneinsparung und dem monatlichen Ertrag durch Stromverkauf zusammen.

Eigenverbrauch oder einspeisen? So holen Sie das meiste aus Ihrem Solarstrom heraus

Da die Stromkosten pro kWh für den Strombezug deutlich über den Einnahmen liegen, die Sie für den eingespeisten Solarstrom erhalten, sollten Sie Ihren Eigenverbrauchsanteil so weit wie möglich steigern. Durch eine Verschiebung von elektrischen Verbrauchern in Zeiten mit hohem Solarertrag können Sie die PV-Anlage so bestmöglich ausnutzen. Und zwar zum Laden von Elektroautos. Nutzen Sie also Ihre Solaranlage in Verbindung mit der Ladestation.

E-Autos mit Solarstrom laden

Das Elektroauto bietet die beste Möglichkeit, PV Strom selbst zu nutzen. Es hat einen vergleichsweise hohen Stromverbrauch und das Laden ist mit einer intelligenten Ladelösung, die das Zeitfenster und die Leistung des Ladevorgangs an den aktuellen Solarertrag anpasst, optimal regelbar: Bei hoher Sonneneinstrahlung wird der überschüssige Strom über die Wallbox geladen, bei bewölktem Himmel hingegen wird der Ladevorgang unterbrochen. Dabei ist die Voraussetzung natürlich, dass die gewählte Ladestation mit eigenerzeugtem Strom aus der PV-Anlage laden kann.

Eine Ladestation mit integriertem Lastmanagement wählen

Was bringt das Lastmanagement?

Wie wir gezeigt haben, ist es sinnvoll, den eigenproduzierten Solarstrom selbst zu nutzen. Hierfür benötigen Sie eine intelligente Ladelösung, welche eine PV-Optimierung des Ladevorgangs beherrscht. Sollten Sie mehrere Autos gleichzeitig laden wollen, ist außerdem ein Lastmanagementsystem sehr sinnvoll:

Das Lastmanagement gleicht die verfügbare Ladeleistung dem Stromverbrauch anderer Fahrzeuge oder anderer Verbraucher am Hausanschluss an. So steht zu bestimmten Zeiten (bspw. nachts) mehr Ladestrom zur Verfügung, der dann auf die Fahrzeuge verteilt werden kann. Wenn andererseits viel Strom verbraucht wird, wird die Ladeleistung entsprechend reduziert. Erfahren Sie in unserem Glossar mehr zum Thema Lastmanagement.

Und worauf Sie sonst noch bei der Wahl Ihrer Ladesäule achten sollten, haben wir in unserem Blogbeitrag Ladesäulenvergleich – 8 Punkte auf die Sie achten sollten zusammengestellt.

FAZIT

Wer sein Elektroauto mit Solarstrom aus der eigenen PV-Anlage lädt, gewinnt auf vielen Ebenen. Voraussetzung für Verbindung von Solaranlage und Ladestation, sind die notwendigen technischen Fähigkeiten Letztgenannter.

Geld verdienen mit Ihrem E-Auto: Die THG-Quote für Elektromobilität 

Mit Ihrem E-Auto können Sie Geld verdienen! Dazu müssen Sie einfach die THG-Quote Ihres Elektroautos verkaufen. Lesen Sie hier, was der THG-Quotenhandel ist und wie Sie die THG-Quote Ihrer privaten oder gewerblich genutzten Elektrofahrzeuge verkaufen. 

Was bedeutet THG Quote?

Mineralölkonzerne sind seit 2015 gesetzlich verpflichtet, den Ausstoß an CO2-Emissionen ihrer Produkte zu mindern. Dazu müssen sie die Treibhausgasminderungs-Quote (kurz: THG-Quote) erreichen. Diese steigt jährlich und soll im Jahr 2030 wahrscheinlich 25 % betragen. Zur Erfüllung können die Konzerne zusätzlich umweltfreundliche Treibstoffe verkaufen oder die THG-Quoten von Drittanbietern, die nicht der Quotenpflicht unterliegen oder diese überfüllen, kaufen. An dieser Stelle kommen der THG-Quotenhandel und Ihr Elektroauto ins Spiel. 

Quotenhandel in der Elektromobilität

Drittanbieter können ihre eingesparten CO2-Emissionen als THG-Quote über Vermittlerplattformen an Mineralölkonzerne verkaufen. Seit 2022 gilt dies auch in der Elektromobilität: Seitdem sind die Halter von Elektrofahrzeugen (neben E-Autos gehören auch E-Busse und E-Nutzfahrzeuge dazu) berechtigt, am TGH-Quotenhandel teilzunehmen. 

Das heißt für Sie als Halter eines E-Fahrzeuges: Auch Sie können Ihre THG-Quote über eine Vermittlungsplattform an Mineralölkonzerne verkaufen. Pro E-Auto können Sie bis zu ca. 350 Euro jährlich erhalten. 

Was Sie machen müssen: 

Vier E-Fahrzeugklassen, die von der THG-Quote für Elektromobilität profitieren 

Jedes Fahrzeug, das rein elektrisch betrieben wird (BEV), kann am TGH Quotenhandel teilnehmen. Dazu zählen:   

  • E-Autos 
  • E-Busse 
  • E-Nutzfahrzeuge 
  • sonstige zugelassene E-Fahrzeuge 

Wer bekommt die THG Quote für sein E-Auto?

Nur Halter von reinen Elektrofahrzeugen (BEV) sind berechtigt, am THG Quotenhandel teilzunehmen. Ob das Elektrofahrzeug gewerblich oder privat genutzt wird, macht keinen Unterschied: Vorgehen und Höhe der THG Quote sind identisch. Hier die Details: 

THG Quote für gewerblich genutzte E-Autos

Das müssen Sie wissen und beachten, wenn Sie am THG Quotenhandel mit Ihren gewerblichen Elektroautos teilnehmen: 

Fahrzeugschein zählt

Jedes E-Fahrzeug in einem Betrieb, ob als Firmenwagen oderprivat genutzt oder Teil der Elektromobilflotte, kann für den THG-Quotenhandel angemeldet werden. Voraussetzung ist, dass das Unternehmen als Halter eingetragen ist. 

THG-Quote Anbieter Vergleich machen 

Die THG-Quote können Sie für jedes E-Auto kassieren. Der Erlös schwankt, je nachdem, welchen Vermittler sie in Anspruch nehmen. Manche THG-Quoten Vermarkter zahlen einen Festpreis, andere richten sich nach dem THG-Quotenmarktpreis. 

THG-Quotenhandel für gesamte Elektromobilität

Die THG-Quote erhalten Sie für beliebig viele E-Fahrzeuge aus dem gesamten E-Fuhrpark. Also beispielsweise auch E-Busse oder E-Nutzfahrzeuge. 

Zusatzeinnahme dank Ladeinfrastruktur

Gewerbliche Betreiber von halb-öffentlichen Ladeinfrastrukturen können zusätzlich auch die über ihre Ladepunkte geladene Strommenge als THG-Quoten vermarkten. 

Entdecken Sie LADE für den Betrieb von halb-öffentlicher und öffentlicher Ladeinfrastruktur.

THG Quote für privat genutzte E-Autos

Das gilt, wenn Sie am THG Quotenhandel mit Ihrem privaten E-Auto(s) teilnehmen: 

Fahrzeugschein zählt 

Es ist egal, ob das E-Auto geleast, gekauft oder finanziert wird. Wichtig ist nur, dass Sie als Halter im Fahrzeugschein eingetragen sind.   

THG Quotenhandel-Erträge sind steuerfrei 

Jetzt mit dem privaten E-Auto richtig Geld verdienen: Seit April 2022 sind die Erlöse aus dem THG Quotenhandel Elektromobilität steuerfrei! 

Mehrere E-Autos THG quotenberechtigt 

Sie können beliebig viele Elektrofahrzeuge anmelden. 

Vorherige Besitzverhältnisse zählen beim THG Quotenhandel 

Das E-Auto muss mindestens einen Tag in Ihrem Besitz sein. Dann können Sie es zum THG-Quotenhandel anmelden. Wenn Sie das Fahrzeug gebraucht gekauft haben und der Vorbesitzer bereits die THG-Quote abgerufen hat, können Sie diese für das laufende Jahr nicht mehr beantragen. 

Wie hoch ist die THG-Quote für Ihr Elektroauto?

Da die THG-Quoten einzelner Anbieter gebündelt und in größeren Mengen am Markt gehandelt werden, müssen Sie sie über eine Vermittlerplattform verkaufen. Diese übernimmt die Zertifizierung beim Umweltbundesamt und den Verkauf. Wie hoch der Betrag ist, der Ihnen schließlich ausgezahlt wird, hängt von den Konditionen des Anbieters ab. Deshalb lohnt in jedem Fall ein Anbieter-Vergleich, wie ihn zum Beispiel E-Magazin Elektroauto News anbietet.

Drei einfache Schritte

So einfach können Sie mit Ihrem E-Auto Geld verdienen: 

  1. Entscheiden Sie sich für einen Anbieter. Nutzen Sie dafür ein Vergleichsportal. 
  1. Registrieren Sie sich und laden Sie Ihren Fahrzeugschein hoch. 
  1. Der Anbieter zertifiziert die THG Quote für Ihr Elektroauto und nimmt anschließend für Sie am THG Quotenhandel teil. Anschließend erhalten Sie Ihre Prämie. 

Was passiert mit ungenutzten Quoten?

Nicht alle Besitzer eines Elektroautos melden ihr Fahrzeug zum THG Quotenhandel an. Was aber passiert mit diesen ungenutzten Quoten? Laut Bundes-Immissionsschutzgesetz behält sich die Bundesregierung die Möglichkeit vor, die Quoten selber zu versteigern. Ob und wie dies geschieht, ist jedoch noch nicht sicher. 

Tipp: Sollten Sie als Privatperson den THG Quotenhandel ablehnen, können Sie Ihren THG-Quotenertrag einem guten Zweck oder einem nachhaltigen Projekt zu kommen lassen: Es gibt Anbieter, die die THG Quote für Sie einlösen und direkt auch die Spendenabwicklung übernehmen. Oder Sie nutzen den Erlös aus der Quote beispielsweise für den weiteren Ausbau Ihrer eigenen Photovoltaikanlage.

Fazit

Wer auf Elektromobilität umsteigt, spart CO2-Emissionen und wird nun auch dafür belohnt. Denn mit der Teilnahme am THG Quotenhandel können Sie mit Ihrem E-Auto Geld verdienen. 

Und es gibt weitere Möglichkeiten, im Rahmen der Elektromobilität Geld zu sparen. Erfahren Sie, wie Sie Förderung für Wallboxen und Ladesäulen erhalten, welche Kosten bei der Errichtung einer Ladeinfrastruktur auf Sie zukommen und wie sie beim Laden Ihres E-Autos Geld sparen können.

Drei Tage voller Energie: LADE auf der Power2Drive 2022

Gut besuchter LADE Stand auf der Power2Drive Messe

Messe bedeutet Ausnahmezustand. Lange Tage und müde Beine sind der Preis für intensive Gespräche und spannende Kontakte. Umso schöner, wenn sich die harte Arbeit auszahlt.  

Im Vergleich zu unserer Messe-Premiere im vergangenen Herbst wirkte dieses Mal vieles deutlich vertrauter, als wir in die Hallen von The Smarter E zurückkehrten. In vier Teilmessen geht es dort um E-Mobilität, Ladeinfrastruktur, Solartechnik und smarte Energiesystem – der perfekte Ort für ein Startup, das mit seiner Technologie alle diese Bereiche verbindet. Die Ankunft an unserem Stand in Halle B5 war fast ein bisschen wie Heimkommen. 

Gleichzeitig war auch manches anders: Etwa doppelt so viele Besucher*innen in doppelt so vielen Hallen waren dieses Mal auf dem Messegelände München unterwegs.  Das bedeutete mehr Publikum für die Neuheit in unserem Gepäck! 

Premiere für LADEmini 

Denn auf der Power2Drive präsentierten wir erstmals das neueste Mitglied unserer LADE-Familie: LADEmini. Das kompakte und dabei leistungsstarke Ladesystem mit bis zu sieben smarten Ladepunkten zog reihenweise die Blicke auf sich. Während die einen das platzsparende Design oder den fröhlich leuchtenden LED-Ring lobten, fachsimpelten die anderen über MID-Zähler und Kabelquerschnitte.  

Auch die LADEsäule, die schon im Herbst die strahlende Hauptfigur unseres Standes war, überzeugte erneut das internationale Fachpublikum mit technologischen Innovationen und formschönem Design. 

Wallbox mit Kabel und Stecker
Kam gut an: LADEmini

Wer Visionen hat, soll an die Öffentlichkeit gehen 

Während das Team am Stand jede freie Minute nutzte, um Kontakte zu knüpfen, trieb unser Geschäftsführer Dennis Schulmeyer vor allem das Thema Vehicle-to-Grid voran. Auf der begleitenden Fachkonferenz, bei Journalisten und im offiziellen Messe-Podcast illustrierte er unsere Vision einer möglichst schnellen Energiewende

Das positive Feedback und das große Interesse, das wir in den zahlreichen Gesprächen persönlich erfuhren, war der Lohn für die intensive Vorbereitung der vergangenen Wochen. Ausstellungsstücke, Broschüren, Präsentationsflächen und vieles mehr mussten geplant, gebaut, designt und gedruckt werden. Dass am Ende alles passte und optimal ineinandergriff, war eine enorme Team-Leistung vieler engagierter Menschen vor Ort und zuhause.  

Nun geht es ans Nachfassen und Bearbeiten zahlreicher Gesprächsprotokolle und Vorbestellungen, die den Erfolg unseres Messeauftritts untermauern. 

Bidirektionales AC-Laden – der Schlüssel zu V2G 

Bidirektionales AC-Laden macht eine effiziente Nutzung Erneuerbarer Energien möglich

E-Autos ermöglichen als dezentraler Energiespeicher eine effiziente, schnelle und wirtschaftliche Energiewende. Aus unserer Sicht ist das bidirektionale AC-Laden der technologische Schlüssel dafür. Erfahren Sie mehr zu V2G

AC-Laden ist billiger als DC-Laden 

Ein wesentlicher Unterschied zwischen bidirektionalem AC-Laden mit Wechselstrom und bidirektionalem DC-Laden mit Gleichstrom ist die Platzierung des Ladegerätes. Im ersten Fall befindet sich das Ladegerät im Fahrzeug (Onboard-Ladegerät, kurz OBC), im zweiten Fall hingegen in der Ladestation. Dadurch sind Herstellung und Wartung von AC-Ladeinfrastruktur deutlich einfacher und kostensparender. 

Wenn es darum geht, die bidirektionalen Ladegeräte im Auto ODER in der Ladeinfrastruktur zu installieren, ist es sinnvoll die Option zu wählen, die weniger Ressourcen erfordert. Betrachtet man ein flächendeckendes V2G-Netz, so würde sich der Unterschied zwischen AC- und DC-Ladeinfrastruktur allein in Deutschland auf Dutzende von Milliarden Euro summieren. Für die überwiegende Mehrheit der Anwendungsfälle ist die AC-Variante also sowohl in Bezug auf die Wirtschaftlichkeit als auch auf die Nachhaltigkeit besser. 

Einwände gegen das AC-Laden und wie sie entkräftet werden 

Dennoch gibt es Vorbehalte und Missverständnisse rund um das bidirektionale AC-Laden. 

Einwand 1: Onboard-Ladegeräte sind teuer und der Einbau kompliziert 

Auch wenn die Installation von bidirektionalen AC-Ladegeräten im Fahrzeug Kosten verursacht, sind die zusätzlichen Ausgaben geringer als gedacht. Zumindest in Europa sind Onboard-Ladegeräte für das reguläre (unidirektionale) AC-Laden bereits vorgeschrieben, um die Stromversorgung in Notfällen sicherzustellen. Die Kosten für bidirektionale AC-Ladegeräte belaufen sich lediglich auf ein paar Dutzend Euro pro Fahrzeug. Auch das zusätzliche Gewicht macht keinen erheblichen Unterschied. 

Zudem ist der Einbau im Fahrzeug als Chance zu sehen! Für Autohersteller sind bidirektionale Onboard-Ladegeräte eine Möglichkeit, ihren Kunden einen noch größeren Mehrwert zu bieten. Die Anwendungsfälle für Vehicle-to-Load zum Beispiel sind endlos: vom Aufladen eines Laptops über den Betrieb eines Kühlaggregats auf der Campingreise bis zur Versorgung eines Marktstands. 

Vehicle-to-Grid geht sogar noch weiter und verwandelt das Fahrzeug in eine Einnahmequelle. Mit flächendeckender AC-Infrastruktur lassen sich diese Einnahmen maximieren. Vorteile, die viele Kunden sicherlich sehr zu schätzen wissen. 

Einwand 2: Die AC-Ladekapazität ist zu gering und das Laden zu langsam

Abgesehen von der Tatsache, dass langsames Laden besser für die Batterie ist: Wenn genug Autos an das Netz angeschlossenen sind, ist die AC-Ladekapazität mehr als ausreichend. Geht man von einer durchschnittlichen Batteriekapazität von nur 50 kWh pro Auto und einer maximalen Ladeleistung von 11 kW aus, haben alle E-Autos, die aktuell auf deutschen Straßen fahren, eine Kapazität von 31 GWh. Damit können sie potenziell eine Leistung von 6,82 GW liefern. Das entspricht praktisch der Leistung aller Pumpspeicherwerke in Deutschland und 80 Prozent derer Kapazität.  

Bis 2030 sind von der Bundesregierung rund 15 Millionen E-Autos auf Deutschlands Straßen geplant. Wenn nur die Hälfte davon mit einem bidirektionalen Ladegerät und einer Leistung von 11 kW ans Netz geht, ergibt das 82,5 GW. Damit könnte ganz Deutschland versorgt werden! 

Dass Wind und Sonne in Verbindung mit V2G einen großen Teil des Energiebedarfs decken können, veranschaulicht der V2G-Simulator von LADE. 

Einwand 3: Für die verschiedenen Regionen der Welt werden unterschiedliche OBC benötigt 

Weltweit werden unterschiedliche Netze mit unterschiedlichen Technologien betrieben. Die Ladegeräte an Bord müssen dies widerspiegeln und den Strom mit einer bestimmten Frequenz in das Netz einspeisen. In den Fahrzeugen muss demnach je nach Region unterschiedliche Hardware verbaut werden. 

Diese Herausforderung bewältigen Fahrzeugersteller aber bereits heute in vielen anderen Bereichen, da in den einzelnen Ländern unterschiedliche Vorschriften gelten. So kann ein und dasselbe Auto in der Europäischen Union mehrere hundert andere Teile enthalten als in den USA: von Steuergeräten bis hin zu unterschiedlich gekrümmten Rückspiegeln. 

Bei der Betrachtung der Weltkarte, stellt man fest, dass ganz Europa, der größte Teil Asiens, Australien und Ozeanien, der größte Teil Afrikas und Teile Südamerikas ihre Netze mit 230 V und 50 Hz betreiben. Nord- und Mittelamerika können mit einer zweiten Art von Ladegerät abgedeckt werden. Mit nur zwei verschiedenen Hardwareteilen kann somit der größte Teil der Welt versorgt werden. 

Für eine erhebliche Senkung von CO2-Emissionen sicherlich eine lohnende Anstrengung. 

Gemeinsame Bemühungen 

Wir von LADE halten AC-Ladepunkte für die effizientere und nachhaltigere Technologie. Doch für eine erfolgreiche Realisierung von V2G braucht es mehr als ein einzelnes Unternehmen. Nur mit Teamwork, Kooperation und offenen Standards kann eine weltweite Umstellung auf erneuerbare Energien bewältigt und so dem Klimawandel Einhalt geboten werden. Hierfür entwickeln wir Hardware, die nicht nur skalierbar und kosteneffizient ist, sondern auch die Qualität des eingespeisten Stroms sicherstellt und damit die Netzstabilität gewährleistet. 

Für die erfolgreiche Umsetzung von V2G arbeiten wir mit Automobilherstellern, Zulieferern und Forschungsinstituten zusammen. Und wir freuen uns über weitere Unterstützung: Wer Interesse hat, mehr zu erfahren oder sich daran zu beteiligen, ist herzlich eingeladen, mit uns in Kontakt zu treten. Schreiben Sie uns an v2g@lade.de, um gemeinsam die Energiewende in die Realität umzusetzen. 

 

Was ist V2G? 

Mit Elektroautos die Nutzung von Erneuerbaren Energien effizient ausschöpfen

Vehicle-to-Grid (V2G) ist absolut zukunftsweisend und hat das Potenzial, die Energiesysteme in großem Maßstab und mit hoher Effizienz nachhaltig umzugestalten. Der Grundgedanke besteht darin, Elektroautos immer dann für die Zwischenspeicherung von Strom zu verwenden, wenn erneuerbare Energiequellen mehr Strom liefern, als gerade benötigt wird. Ist die Nachfrage wiederum höher als das Angebot, wird der Strom zurück in das Netz eingespeist. Die technische Grundvoraussetzung hierfür ist das bidirektionale Laden. 

Darum ist V2G wichtig 

Damit die Stromnetze auch bei steigendem Bedarf stabil bleiben, müssen Angebot und Nachfrage stets im Gleichgewicht sein. Wind und Sonne kümmern sich jedoch nicht um den menschlichen Energiebedarf. Wenn wir erneuerbare Energiequellen in industriellem Maßstab nutzen wollen, brauchen wir massive und hochflexible Speicherkapazitäten. Elektroautos haben gegenüber anderen Speicheroptionen entscheidende Vorteile: 

E-Autos als Speicheroption 

  1. E-Autos stehen bereits zur Verfügung: Zum 1. Januar 2022 waren in Deutschland ungefähr 618.500 Fahrzeuge mit elektrischem Antrieb angemeldet. Analysten gehen von circa 11 Millionen Elektrofahrzeugen bis 2030 aus, die Bundesregierung hat 15 Millionen als Ziel. Da alle diese Fahrzeuge im Durchschnitt 23 Stunden pro Tag stehen, lassen sich ihre Akkus in dieser Zeit ideal als Speicher nutzen. 
  2. E-Autos können den Strom mit der nötigen Geschwindigkeit speichern und wieder abgeben, um eine Betriebsreserve bereitzustellen. Denn kurzfristige Frequenzabweichungen im Stromnetz müssen in Sekundenschnelle ausgeglichen werden – Pumpspeicherkraftwerke und ähnliche Energiespeicher sind dazu nicht in der Lage. Mit V2G können Elektrofahrzeuge über eine intelligente Anbindung an das Stromnetz solche Anpassungen durch Laden oder Entladen ihrer Batterien problemlos vornehmen. 
  3. In Gebieten mit hoher Bevölkerungs- und/oder Industriedichte ist in der Regel auch der Gesamtenergieverbrauch höher, gleichzeitig stehen hier mehr Fahrzeuge zur Verfügung. Mit anderen Worten: Der von den Fahrzeugbatterien bereit gestellte Speicher würde direkt dort genutzt, wo der Strombedarf besteht. Dies trägt zu einer Entlastung der Netze bei und verringert dementsprechend die Notwendigkeit des Ausbaus erheblich. Das beschleunigt die Energiewende bei gleichzeitiger Senkung der Kosten. 

Skalierung – eine Herausforderung 

Tagsüber werden Autos an verschiedenen Orten geparkt. Um einen möglichst großen Teil dieser Zeit für V2G zu nutzen, müssen sie möglichst oft ans Netz angeschlossen werden: zu Hause, am Arbeitsplatz, im Supermarkt, im Sportpark, im Fitnessstudio usw. Kurz gesagt: Es braucht mehr Ladepunkte als Autos. 

Daraus ergeben sich mehrere Herausforderungen. Beispielsweise die Notwendigkeit, Millionen von Ladevorgängen zu organisieren und dabei die individuellen Bedürfnisse und Vorlieben der Nutzer sowie die Echtzeitanpassung an die physikalischen Bedingungen des Stromnetzes zu berücksichtigen. Diese Herausforderungen müssen sowohl mit Hardware als auch mit Software angegangen werden. Und wenn es um derart große Zahlen geht, müssen die Ladepunkte so günstig wie möglich sein. 

Genau deshalb entwickeln wir bei LADE eine Lösung, die Skalierbarkeit einfach und günstig ermöglicht. Erfahren Sie mehr über unsere Komplettlösung.